LEW-Solarparks zeigen, wie Bayerns Energiezukunft geht 

Stephanie Schuhknecht: „Die Technik ist da und sie funktioniert“ | Landtags-Grüne wollen erfolgreiche Energielösungen schneller in ganz Bayern möglich machen 
Wie die Energieversorgung der Zukunft schon heute funktionieren kann, zeigt ein Projekt der Lechwerke AG (LEW) aus Augsburg. Gemeinsam mit dem Münchner Start-up Nuno Labs lässt LEW seine Solarparks mit Kameras beobachten: Eine KI wertet die Wolkenbewegungen aus und sagt die Solarstrom-Einspeisung bis zu 120 Minuten im Voraus präzise vorher. Im Juli 2026 wurde das Projekt dafür mit dem Bayerischen Energiepreis in der Kategorie „Digitalisierung im Energiebereich“ ausgezeichnet. 
Für Stephanie Schuhknecht und Cemal Bozoğlu, Landtagsabgeordnete aus Augsburg, ist das ein Beispiel dafür, welche Chancen in heimischer Energie stecken: 
„LEW und Nuno Labs zeigen: Die Technik ist da und sie funktioniert. Hier in Augsburg wird aus Sonnenstrom kein Zufallsprodukt mehr, sondern eine verlässlich planbare Größe. Genau solche Lösungen machen uns unabhängiger, stärken die Betriebe vor Ort und halten Wertschöpfung in unserer Region.“ 
Die Landtags-Grünen haben am 17. und 18. September auf ihrer Herbstklausur in Nürnberg unter dem Motto „Raus aus Öl und Gas. Rein in Bayerns Freiheit.“ die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie Bayern mehr Energie selbst erzeugen, speichern und vor Ort nutzen kann. 
Mit ihrer Bayerischen High-Tech-Energieagenda wollen sie Technologien schneller in die Fläche bringen, die bayerische Unternehmen, Kommunen und Stadtwerke vielerorts bereits einsetzen. Unter anderem wollen die Landtags-Grünen Wind- und Solaranlagen stärker mit intelligenten Netzen verbinden. Denn ohne verlässliche Daten darüber, wie viel Strom tatsächlich fließt, müssen Netzbetreiber vorsichtshalber Reserven einplanen oder Anlagen abregeln. Bessere Prognosen wie die von LEW und Nuno Labs schaffen hier Planungssicherheit – für die Netze und für den Ausbau von Wind und Sonne. 
Stephanie Schuhknecht: „Wir müssen gute Ideen nicht erst irgendwo suchen, viele entstehen direkt bei uns in Bayern. LEW und Nuno Labs zeigen, was möglich ist, wenn ein etablierter Energieversorger und ein junges Start-up zusammenarbeiten und neue Technik konsequent einsetzen. Die Staatsregierung muss für solche Projekte den Weg frei machen, damit aus einzelnen Vorreitern bald ganz viele werden. 
Dabei geht es für Stephanie Schuhknecht auch um die wirtschaftliche Stärke der Region: 
„Jede Kilowattstunde Sonnenstrom, die wir hier zuverlässig ins Netz bringen, schafft ein Stück mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas. Und jeder Auftrag für Entwicklung und Betrieb solcher Systeme stärkt Unternehmen und den Innovationsstandort vor Ort. Energie aus der Heimat ist deshalb auch Wirtschaftspolitik mit Wertschöpfung für Augsburg und die Region.“ 
Cemal Bozoğlu: Die aktuell hohen und schwankenden Energiepreise treffen Unternehmen und private Haushalte und zeigen, wie teuer unsere Abhängigkeit von Öl und Gas ist. Ein Nein zu fossiler Energie ist deshalb auch ein Nein zu unserer Abhängigkeit von Autokraten. Bayern muss seine Energieversorgung grundlegend verändern. Wir wollen mehr erneuerbare Energien, Speicher, intelligente Netze und digitale Technologien, damit wir unsere Energie stärker selbst erzeugen und vor Ort nutzen können. Das macht uns unabhängiger, stärkt unsere Wirtschaft und schützt die Menschen in unserem Land vor Preissprüngen aufgrund von Kriegen und Krisen. Die Lösungen sind da. Jetzt braucht es den politischen Willen, sie schneller umzusetzen.“
Hintergrund: 
Die Landtags-Grünen haben auf ihrer Herbstklausur am 17./18. September 2026 in Nürnberg eine Bayerische High-Tech-Energieagenda vorgestellt (Anhang). Zu ihren Forderungen gehören unter anderem ein kostenloses Mittagsstromkontingent in Zeiten negativer Börsenstrompreise, Smart Meter in allen bayerischen Haushalten bis 2030, mehr Speicher und intelligente Netze, ein schnellerer Ausbau von Großwärmepumpen und Erdwärme sowie das erste grüne Wasserstoffkraftwerk Deutschlands in Bayern. 
Das Projekt „Kurzfristige Einspeiseprognosen mit der Hardware und KI von Nuno Labs auf den Solarparks der Lechwerke“ wurde im Juli 2026 mit dem Bayerischen Energiepreis in der Kategorie „Digitalisierung im Energiebereich“ ausgezeichnet. Die Lechwerke AG (LEW) mit Sitz in Augsburg ist Energieversorger und Verteilnetzbetreiber in Bayerisch-Schwaben. Nuno Labs entwickelt Sensor Hubs und KI-Modelle für kurzfristige Solarstromprognosen.