Verleihung der Bayerischen Eine-Welt-Preise

Am 20.4. wurden in Landshut in der Burg Trausnitz die diesjährigen Eine-Welt-Preise in Bayern verliehen. Großartige Projekte, die allesamt sehr wertvolle Arbeit machen, standen der Jury zur Auswahl. Auch ich war in diesem Jahr Teil der Jury und kann bezeugen, wie schwer uns die Auswahl gefallen ist. Ich durfte die Laudatio für den 2. Preis halten. Diesen holte sich das tolle Projekt Musicians for a better life e.V. (https://mufoev.com/), das die Musik nutzt um Brücken zu schlagen, Dialog zu stiften und Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Auch die Stadt Augsburg hat einen Preis für ihre Arbeit in diesem Bereich bekommen. Herzliche Gratulation!

Eine Welt Politik und Entwicklungspolitik sind Themen, die im Europaausschuss des Bayerischen Landtags behandelt werden, so dass ich täglich mit ihnen zu tun habe. In dieser Tätigkeit treibt mich das Motto „Global denken und lokal handeln“ an. Denn wir schaffen mit unseren politischen Entscheidungen oft den Rahmen, der entscheidet, ob der globale Süden sich wirtschaftlich frei entwickeln kann und auf Augenhöhe behandelt wird, oder nicht. Die Themen wie z.B. fairer Handel, Hilfe zur Selbsthilfe und unsere Haltung dazu haben großen Einfluss auf den Alltag der Menschen im globalen Süden. Darüber hinaus bewegen mich die Themen soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Nachhaltigkeit und ungerechte Ressourcenverteilung. Denn wir alle haben nur diese eine Welt, in der wir leben. Daher gehen auch uns im Bayerischen Landtag die globalen Probleme der Welt unbedingt etwas an. Unser politisches Handeln entscheidet mit darüber, ob Flucht vor extremer Armut stattfindet, die Herausforderungen der Zukunft durch Hunger und Gewalt aktiv und präventiv angegangen werden und ob soziale Ungleichheit gesehen und Strategien dagegen entwickelt werden.

Das Projekt, das wir für den zweiten Preis nominiert haben, hat sich für einen künstlerischen Weg entschieden, um Augenhöhe zu erzeugen und jungen Menschen einen Weg in die Zukunft zu weisen. Es baut durch musikalische Bildung und Musizieren bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Barrieren ab und sagt Vorurteilen den Kampf an, indem es interkulturelle Brücken baut. Das MUSIC EXCHANGE PROGRAM ist ein Projekt, bei dem deutsche Musik-Studierende die Möglichkeit bekommen, in den Projektstandorten in Tansania zu arbeiten, sich auszutauschen und Wissen weiterzugeben. Zum Beispiel soll Musikstudierenden und Musikern aus dem Ausland ermöglicht werden, nach Deutschland zu kommen. Ziel des Projektes ist der kulturelle Austausch, die Ausbildung von Multiplikatoren, künstlerische Projekte und die gemeinsame Suche nach neuen Wegen des europäisch-afrikanischen Austauschs über die Kreativität der Musik.

Ich freue mich weiterhin, für meine Partei mit solchen tollen Projekten in Kontakt zu sein und für eine gerechtetere Welt und ein weltoffeneres Bayern einzutreten!

Euer Cemal Bozoğlu